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Dermatologie

Die besondere und gesundheitsfördernde Wirkung der Mineralsalze des Toten Meeres waren schon im Altertum bekannt. Durch die Jahrhunderte hindurch hat der Mensch immer neue Aspekte in der Wirkungsweise von Mineralsalzen, besonders wenn diese in hoher Anreicherung für Bäder genutzt werden, entdeckt. Beim Floating schwebt man durch die hohe Konzentration von Magnesiumsulfat (auch Epsomit oder Bittersalz) an der Wasseroberfläche, ähnlich wie beim Baden im Toten Meer.

Besonders in der Dermatologie beschäftigt man sich sehr intensiv mit den Effekten von stark angereicherter Salzsole auf die Haut des Menschen. Man hat festgestellt, dass Solebäder bei vielen der immer häufiger auftretenden Hautproblemen, wie Allergien, Neurodermitis und Psoriasis sehr hilfreich sein können. Der Feuchtigkeitsverlust in den Hautzellen kann ausgeglichen werden und der Transport von Mineralien und anderen Nährstoffen durch die Zellenmembrane ins Zellinnere wird beschleunigt.

Die Linderung von vielen Hautleiden durch verschiedene Solebäder ist ausgesprochen gut dokumentiert und da sich bei dermatologischen Krankheitsbildern oft keine Veränderungen durch Medikation oder andere Therapieansätze einstellen, stellt dieser Ansatz für viele Betroffene die einzige wirksame Behandlungsform dar. Das Salz dringt in die Hornhaut ein, das Wasser wird nur in vergleichsweise geringen Mengen aufgenommen. Es ist nachgewiesen, dass Eiweiß in den Hautzellen vermehrt abgebaut wird und sich dadurch die Zellteilungsrate erhöht. Der Regenerationsprozess der Haut wird also auf natürliche Art stimuliert und die Haut verfeinert sich dadurch. Magnesium trägt zur Normalisierung des Abschuppungsprozesses der Haut bei und beschleunigt den Zellstoffwechsel.

Beim Schweben in stark konzentrierter Salzsole kommen noch zwei weitere Effekte hinzu, denen zumindest eine indirekte Wirkung bei Hautleiden mit einem psychosomatischen Hintergrund zugeschrieben werden:

  • die Tiefenentspannung durch den Schwebeeffekt
  • die Sinnesreizreduktion, die das gesamte Nervensystem entlastet.

Bei Aufenthalten im Toten Meer und auch bei anderen (Stark-)solebädern wird darauf hingewiesen, dass die Verweildauer nicht länger als 30 Minuten sein sollte, da durch die teilweise stark chloridhaltigen Salze (meistens Natriumchlorid) im Regelfall Hautreizungen ausgelöst werden. Durch die Verwendung von hochreinem Magnesiumsulfat, dem mit Abstand hautschonendsten Salz werden mehrstündige Aufenthalte im Starksolebad mit entsprechend positiver Wirkung auf die Haut ermöglicht.

Epsomer Heilsalz hat eine lange, therapeutische Geschichte, sowohl bei der äußeren wie inneren Anwendung. In den USA fördert der Epsom Salt Council die Erforschung der Wirkungsweise des Salzes. Jim Hill hat auf dem float summit 2011 einen längeren Vortrag über die Anwendungsmöglichkeiten von Epsomer Heilsalz gehalten, der auf YouTube abrufbar ist.